43* Wie der Name schon sagt – Solo live

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43* Wie der Name schon sagt – Solo live

Beitrag von An » 28 Sep 2020, 16:29

Im Interview hat HRK für den Winter (ohne genaues Datum) eine CD zum Soloprogramm angekündigt.

Gibt es dazu schon Näheres (Best of, Aufnahme eines Abends, Zusammenschnitt beider Soloprogramme, Musik und Texte?, Erscheinungsdatum...). Neugierig!

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Re: Solo/Einstimmig/Wie der Name schon sagt-CD

Beitrag von An » 08 Okt 2020, 20:04

Laut der Facebook-Seite erscheint das Album mit dem Titel "Wie der Name schon Sagt-Solo Live am 13. November. Aufgenommen im Schweriner Schloss. Noch nicht verraten wird, ob es sich um eine 1 oder 2 CD`s handelt. Noch schöner wären natürlich drei...

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Re: Solo/Einstimmig/Wie der Name schon sagt-CD

Beitrag von Miro » 10 Okt 2020, 12:02

An hat geschrieben: 08 Okt 2020, 20:04 Laut der Facebook-Seite erscheint das Album mit dem Titel "Wie der Name schon Sagt-Solo Live am 13. November. Aufgenommen im Schweriner Schloss. Noch nicht verraten wird, ob es sich um eine 1 oder 2 CD`s handelt. Noch schöner wären natürlich drei...
In Amazonien wird eine Doppel-CD angekündigt.

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Re: Solo/Einstimmig/Wie der Name schon sagt-CD

Beitrag von Kalle » 10 Okt 2020, 14:40

Am 13. November erscheint das neue Live Album „Wie der Name schon sagt - Solo live“ von Heinz Rudolf Kunze! Ab sofort könnt ihr es hier vorbestellen: https://meadow-lake-music.liveyourmusic ... -2-cd.html

In den letzten Jahren haben viele mich immer wieder nach einer CD mit genau diesem Programm und dieser Mischung aus Texten und Songs gefragt. Diesem Wunsch möchten wir jetzt endlich entsprechen und haben das Soloprogramm an einem wunderschönen Abend im Schweriner Schloss live für euch aufgezeichnet.“ :mrgreen:

Seit fast 40 Jahren gehört HEINZ RUDOLF KUNZE zu den wichtigsten politischen Songschreibern und Rockpoeten des Landes und ist mit 36 Studioalben, zahlreichen Büchern und unzähligen Konzerten unbestritten auch einer der produktivsten. Immer wieder erfindet er sich dabei neu, ist mit seinen Texten stets am Puls der Zeit und denkt noch lange nicht ans Aufhören.
Am 13. November 2020 erscheint, nach dem überragenden Erfolg des Albums „Der Wahrheit die Ehre“ ein neues Doppelalbum „Wie der Name schon sagt - Solo live“. Aufgezeichnet im Sommer 2020 im Schweriner Schloss ist das Album mit 35 Songs und Texten auf 2 CDs alles was Kunze ausmacht und reduziert ihn gleichzeitig auf das Wesentliche: Kunze, seine Gitarre, sein Klavier und seine Musik. Alles ergänzt von zahlreichen Geschichten, Anekdoten und Gedichten, im Fokus aber stehen seine Hits, musikalische Raritäten und Lieblinge - so gespielt, wie Kunze sie (aus)gedacht und geschrieben hat!

HRK zum Album: „Die Solokonzerte sind über die letzten Jahre meine liebste Beschäftigung geworden. Ich - bewaffnet mit drei Gitarren, einem Flügel und einer Mundharmonika - das ist es. Heinz Rudolf Kunze pur sozusagen. Solo bedeutet für mich: Die ganze Aufmerksamkeit, der ganze Beifall, das ganze Geld, die ganze Genugtuung, die ganze Schande, wenn es schiefgeht - alles meins. Toll.
Im Programm und auf dem Album finden Fans eine Mischung zwischen Bruce-Springsteens Solo on Broadway und Harald Schmidt. Neben vielen bekannten Songs hört man nach jedem Song auch aktuelle, satirische, poetische und kabarettistische Texte aus meiner Feder.“

Das neue Album ist eine absolute Kaufempfehlung für alle, die Kunzes Songs lieben, die seine feingeistigen Texte schätzen und sich auch in kühlen Wintermonaten ein bisschen „Open-Air-Flair“ ins heimische Wohnzimmer holen wollen.
Bild
Tracklist:
CD 1:
01. Intro
02. So hinken alle Vergleiche
03. Der Abend vor dem Morgen danach
04. Ach du Wirklichkeit
05. Mit welchem Recht
06. Bubu machen
07. Ich bin so müde
08. Schuhputzautomat
09. Spießgesellen der Lüge
10. Menschenwerk
11. Leg nicht auf
12. Das Glück ist
13. So wie du bist
14. Das Traumpaar
15. Aller Herren Länder
16. Idiot Number One
17. Die Zeit ist reif

CD 2:
01. Ich hab's versucht
02. Die Menschinnen
03. Die ganz normalen Menschen
04. Mein Profil
05. Meine eigenen Wege
06. Innigkeit
07. Wenn du sie siehst
08. Probesarg
09. Vertriebener
10. Ich bin schuld
11. Die Dunkelheit hat nicht das letzte Wort
12. Ein Jahr das
13. Zusammen
14. Dein ist mein ganzes Herz
15. Lola
16. Finden Sie Mabel
17. Die Geburtsstunde des Künstlers
18. Bestandsaufnahme

INHALT 2 CD

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Re: NEUE CD "Wie der Name schon sagt – Solo live"

Beitrag von Kalle » 08 Nov 2020, 09:15

QUELLE PRESSE

Live aus dem Schweriner Schloss
Heinz Rudolf Kunze veröffentlicht Doppel-Album

Bild
Foto(s): Martin Huch

Heinz Rudolf Kunze gehört zu den produktivsten Künstlern unseres Landes. Seit 1981 hat er 36 Studioalben veröffentlicht, war an zahlreichen Übersetzungen von Musical-Texten beteiligt und hat nach eigenen Angaben rund 5000 Texte geschrieben, von denen bis jetzt circa 1900 veröffentlicht wurden. Und auch dieses Jahr wird er wieder zwei Alben auf den Markt bringen. weiterlesen https://www.rockszene.de/news/5108-live ... album.html

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Re: NEUE CD "Wie der Name schon sagt – Solo live"

Beitrag von Kalle » 15 Nov 2020, 11:01

Wie der Name Schon Sagt-Solo Live - Der Probesarg
Rezension Frank Uwe Thofern - 13. November 2020
Bild
Dieses Album hat eine lange Vorgeschichte. Man könnte bis 2005 zurückgehen, als Heinz, seinerzeit mit Wolfgang Stute, seine Lesungen erstmals mit Musik anreicherte, betitelt "Bockwurst und Schadenfreude" und daraus, recht schnell ein eigenständiges Programm, neben HRK&Verstärkung entstand. Noch viel früher, bereits 1991 auf dem Album "Sternzeichen Sündenbock", Zitat "Kühner Spagat zwischen Comedy-Programm und Literarischer Lesung", konnte man erstmals die andere, nicht auf Charterfolge zielende Seite des HEINZ RUDOLF KUNZE auf CD dokumentiert hören. In der weiteren Entwicklung entstand das Side-Projekt "Räuberzivil" das sogar mit eigens dafür komponierten Songs und wechselnden Musikern angereichert wurde. Heinz erspielte sich dabei das Selbstvertrauen und die Routine, schließlich auch allein auf der Bühne einen ganzen Abend zu gestalten. Seit rund sechs Jahren ist er mit "Einstimmig", wie das Format ursprünglich hieß, unterwegs, mit 4 Gitarren, einem Klavier, Effektgerät und Harmonica allein auf der Bühne, begleitet aber üblicherweise von 4 Personen, die sich um Organisation, Ton, Licht und Backlining kümmern.

Die Show funktioniert am besten in Stadthallen, Aulas oder Kirchen vor 500 bis 1000 Besuchen, fand aber auch schon auf Festivals oder Stadtfesten vor weit mehr Leuten statt. Wenn nicht gerade Pandemie ist, kann der Künster längst nicht alle Anfragen befriedigen, und selbst 2020 gab es noch um die 20 Auftritte zu Jahresbeginn und später in Autokinos und unter gelockerten Bedingungen im Sommer.

Für dieses Album wurden 3 Auftritte in Schwerin, Mönchengladbach und der Bluesgarage Isernhagen aufgezeichnet, dann aber entschieden, aus Schwerin den ganzen Abend am Stück zu verwenden. Das Resultat ist eine großartige authentische Abbildung.
Wer das Programm öfter gesehen hat, wünscht sich eigentlich ein Album pro Jahr, weil es sich ständig verändert. Seit den Anfängen gehörten inzwischen um die 70 Songs dazu, und noch mehr Sprechtexte, die ungefähr 40% der Abende ausmachen. Das Programm atmet gewissermaßen, die gesprochen Texte wechseln auch mal kurzfristig, wenn Heinz grad auf der Fahrt zum Auftritt etwas Neues geschrieben hat, und zeitnah ausprobieren möchte. Bei den Songs bilden Klassiker wie "Leg nicht auf" ein Gerüst, dass aber immer auch mit Sachen vom aktuellen Band-Album von HRK, und Überraschungen angereichert wird. Wer die Deluxe-Version vom "Deutschland"-Album besitzt, die auf einer Bonus-CD Mitschnitte aus den Anfängen von "Einstimmig" enthält, hat bereits einige absolute Perlen daheim, die in den 6 Jahren aber weitgehend ersetzt wurden.
Nun also ein Cut, und das längst fällige Gesamtdokument einer Show im Spätsommer 2020. Und das bedeutet vor allem auch 5 wunderbare Akustikversionen von Songs aus dem 2020er-Bandalbum "Der Wahrheit die Ehre". Aber nicht nur die atemberaubende Klavierballade "Die Dunkelheit hat nicht das letzte Wort", die solo noch ursprünglicher und packender klingt, sondern auch Rocknummern wie "Mit welchem Recht", von denen Heinz selbst sagt, die ersten 30 Bühnenjahre wäre er weder auf die Idee gekommen, noch hätte er sich zugetraut, so etwas akustisch und ganz allein vor Publikum zu spielen.

Schaut euch das Set an, ein chronologischer Führer durch dieses Doppelalbum würde aus meiner Rezi ein Buch machen, und stellt euch alle Songs so nackt vor, als seien sie nur für euch gespielt. Und die gesprochen Texte zu beschreiben, wäre der Versuch sie zu zerstören. Nur die seltame Überschrift über der Rezi möchte ich kurz erklären. "Der "Probesarg" ist ein so brilliant vorgetragener Klassiker geworden, dass er sich seit 2017 im Set hält. Heinz hatte ihn mal raus genommen, war daraufhin aber von Fans gezwungen worden, das rückgängig zu machen.
Die Frage nach der Höchstwertung stellt sich nicht, wir haben es hier eben mit einem unverwechselbaren Künstler zu tun, der seine Kernkompetenzen hier besonders schön zusammenführt und bündelt. Deshalb ist diese Doppel-CD für alle, die einen solchen Abend vor Ort erlebt haben, ein Pflichtkauf. Und wer noch zugreift, wird danach das Ende der Pandemie noch ein bisschen ungeduldiger erwarten, um es dann auch vor Ort zu erleben. Termine für 2021 gibt es reichlich. Einige wird man vielleicht noch einmal schieben müssen.
Empfehlung unbedingt kaufen...

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Re: NEUE CD "Wie der Name schon sagt – Solo live"

Beitrag von Kalle » 15 Nov 2020, 12:15

kurz zusammengefasst ist das neue Doppel-Album von HEINZ RUDOLF KUNZE, als Gesamtwerk ein von mir sehr verehrter Hanns Dieter Hüsch, nur mit sehr viel besserer Musik. (lach) Mit diesem Soloprogramm hat spätestens jetzt der Schüler den Lehrer eingeholt. HDH möge es mir verzeihen, aber er war 1990 auch schon von HEINZ sehr angetan und überzeugt. (siehe nachfolgend) ............................................................................................................................................................................
Einer auf den ich manchmal neidisch bin
HDH Text von 1990 zum Album „Gute Unterhaltung“
Es ist für mich eine große Auszeichnung und dazu keine Kleinigkeit, mir ein paar Gedanken über die neuen Lieder des Heinz Rudolf Kunze machen zu dürfen. Kommt noch hinzu, dass er sich schon vor Monden ein paar Texte von mir wünschte, die er „minimalistisch“ vertonen wollte. Und ich hab das einfach immer wieder vergessen, verdrängt oder verschoben und meinem Gewissen damit Abbruch getan.
Nun gut, wagen wir es. Stürzen wir uns ins Messer, „verfliegen wir uns beim Salto, bleiben wir trotzdem das kleine Licht im Anflug“. Als ich die Lieder zum ersten Mal hörte, ganz allein, nur für mich, wusste ich am Ende nicht woher und wohin, ich musste aufstehen und auf und ab gehen, dann alle Fenster öffnen, um endlich zu sagen: Bleib doch ruhig, Alter; was macht dich an, was bewegt dich, das ist ja nicht die ganze Welt, das sind ja nur ein paar Lieder. Aber dennoch, was reißt dir jetzt so Leib und Seele auseinander.
Ganz einfach, weil es um Kopf und Kragen geht, weil sich im Kopf dein Leib versammelt und sich der Kragen wie eine Geliebte um deinen Hals wirft, und dein Kragen immer enger wird, und du schreist und schreist, Hilfeschreie, Notschreie. Und was kommt zurück: Unverständnis, Missverständnis, Lüge, Notlüge, Erbarmungslosigkeit und manchmal noch ein Quäntchen Zärtlichkeit. Ein schmerzlicher Weltklang, Lust und Verlust, beide tanzen auf den Abgrund zu.
Aber wer weiß das schon: Der Akrobat, der Artist, der Mensch Kunze, und vielleicht noch ein paar dazu, die sich ein kleines Liebes-Credo aufbewahrt haben, aufgespart für dunkle Zeiten. Ein bisschen zwischen den Zirkuskuppeln verweilen, ein bisschen sich was vormachen, ein wenig was Subcutanes spüren, ach, mein guter Künstler, wie verwandt wir doch sind, wie wir uns wehren gegen die Kälte, gegen die Korruption, uns Wärme ins Herz singen, jeden Tag von vorne, und am Abend läuft der Sänger durch die Welt und trinkt sich alle unsere Tragödien in seine Eingeweide, und wir nicken mit dem Kopf und sagen: Der weiß es, der hat’s gut, der kann dazu noch Musik machen, und was für eine einschneidende, eine chirurgische Musik, da werden die Saiten mit dem Skalpell bespielt, hier setzt dir die Anästhesie-Schwester den Fuß auf die Brust, und der Fuß steckt in einem steilen hohen Stöckelschuh, und aus den Füßen werden Beine, nicht auszudenken, wo die enden. Anatomie und Offenbarung, Biochemie und Verklärung.
Meine ganze Liebe hat das Lied: Ich hab’s versucht. Warum muss ich wohl keinem erklären, Männern schon gar nicht: Unverständnis, Missverständnis, Eingeständnis, Menschengeschichte und Lebensmusik. Ich glaube zu ahnen, dass HRK viel aus dem Gestus denkt und schreibt, dichtet und erzählt, simpel ausgedrückt, die Haltung bringt die Bilder herbei, und die Bilder kommen von weit her, obwohl sie uns ständig auf den Fersen sind, damit sie dann aber ins Auge gehen und ins Ohr fallen und wir sie nie mehr los werden, dazu bedarf es eines besonderen Standbeines, einer Handbewegung, einer Sitzpositur, und der Künstler ist bei sich angelangt.
„Wenn ich allein vor Menschen steh, vergeß ich, was ich sage“, heißen zwei Liederzeilen. Heinz Rudolf Kunze steht sehr oft vor sehr vielen Menschen und erklärt sich und unser aller Leben. Und es kommt zu drohenden Gegenbewegungen, zu finsteren Aufforderungen, es kommt fast zu einem Nietzschesken Immoralismus, er bringt uns aus den Tritt, wir stolpern, schlagen der Länge nach hin, um dann beim Titel-Lied mit Hilfe eines beinahe asiatischen Melos wieder langsam auf die Beine zu kommen und uns allen Gute Unterhaltung zu wünschen.
Uns, die wir alle mehr Fragen als Antworten haben, nicht wissen, wo wir anfangen sollen, in Namibia oder vor der Haustür. Uns, die wir keiner Antwort mehr trauen, sondern dies alles eines Tages (frei nach Gottfried Benn) ungelöst verlassen. Guten Morgen, Herr Doktor. „Das letzte Wort behalten Wasser, Wind und Moos.“ Weiß Gott und wahrhaftig, das will sich keiner so gern in die Haut ritzen lassen, obwohl viele singen noch schwerer, man fällt so leicht der Melodie zum Opfer oder in den Schoß und die Nächte werden länger und „schlimmer“.
Welch ein Wahnsinns-Lied für mich, in dem er Gott bittet, ihm eine Hure, eine Frau zu schicken. Der Ohnmacht- und Erlösungs-Choral aller fahrenden Musenkinder. Ein Gebet, in der die Nacht zur Wüste wird und der Tag keinen Anfang nimmt, gleichsam als Vorspiel wiederum zu „den langen Messern der Nacht“, in der das Menschengeschlecht zu einer Mitternachtsparty antritt, sich zu Tode tanzt, nackt, wehrlos, ausgeliefert den kalten Denkern und Rechnern. Und immer höre ich einen, der sagt: Reingefallen, selber schuld, reingefallen, selber schuld. Das geht so bis zum Morgengrauen, wenn die Musiker aufhören zu spielen. Das tätowierst du auf keine Kuhhaut, das geht über jede Hutschnur, mit der man dich würgt. Du bist geliefert, Freundchen, und du weißt das auch.
Und du schaffst es nicht, „es wird zu viel von dir erwartet“. Mal sollst du Privatmann, mal Gefolgsmann, mal Gewährsmann, mal Hampelmann und dann wieder Ehrenmann sein. Aber noch einmal, wie eine letzte Umdrehung, singt HRK den Herren der Schöpfung eine Warnung ins Gesicht, den Göttern in Weiß, eine Mahnung ins Genick, etwas von dieser Welt übrig zu lassen, nicht alles zu entdecken, um es zu zerstören, sich nicht wie die Konquistadoren aufzuspielen, es könnte die Menschengesellschaft sehr schnell auf die Idee kommen, sich von den besseren Herren zu befreien.
Mir war, als hätte der Sänger eine lange Reise durch den Dschungel der Widersprüche, der Irrtümer und Eingeständnisse gemacht, um am Ende wieder bei den alten Visionen vom freien Menschen unter Gleichen anzukommen. Künstler müssen halt viel an Leib und Seele investieren. Manchmal drei schlaflose Nächte für eine Zeile. Ruhelose Tage für eine aufregende Harmonie. On the road für eine Philosophie.
Möge er nicht ins Messer stürzen, sich nicht beim Salto verfliegen, sondern immer das große Licht im Anflug werden und bleiben. Contenance!
Umarmung, Hanns Dieter Hüsch

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Re: NEUE CD "Wie der Name schon sagt – Solo live"

Beitrag von Kalle » 15 Nov 2020, 19:20

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Musik-Tipp – Kunze: Solo Live
Das Oberlehrer-Image ist er nie so ganz losgeworden, auch wenn die Hornbrille der frühen Jahre moderneren Gestellen wich. Heinz Rudolf Kunze hat ja auch immer heikle Themen verarbeitet, sich auch für den eigenen Berufsstand stark gemacht, da darf es schon mal ein etwas strengeres Image sein. Musikalisch hat er immer gerne „aus dem Vollen“ geschöpft – er war zunächst nicht der klassische Liedermacher, der die Musik nur als Transportmittel für seine Texte sieht. weiterlesen https://newsroom.kues.de/2020/11/15/cd- ... solo-live/

Heinz Rudolf Kunze: “Wie der Name schon sagt – solo live”
Unsere Bewertung: 9 von 9 Punkten
Anfang des Jahres hat Heinz Rudolf Kunze mit “Der Wahrheit die Ehre” mal wieder ein zeitlos geniales Album abgeliefert. Geplant war natürlich, dass HRK mit diesem Album auf große Tour geht, doch es fanden aus bekannten Gründen nur wenige Konzerte wirklich statt. Ich durfte ihn im Sommer tatsächlich live erleben. Allerdings nicht in echter Konzertatmosphäre, sondern im Rahmen eines Autokino-Konzerts. Das mag skurril sein für Künstler und Publikum, doch es hat gut funktioniert. Kunze war in guter Form und bestens gelaunt. weiterlesen https://musicheadquarter.de/cds/heinz-r ... solo-live/

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Re: NEUE CD "Wie der Name schon sagt – Solo live"

Beitrag von An » 22 Nov 2020, 20:21

Charteinstieg: Platz 41. Das ist für dieses Album doch ganz okay!

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Re: NEUE CD "Wie der Name schon sagt – Solo live"

Beitrag von Kalle » 28 Nov 2020, 19:59

QUELLE PRESSE

Kunze, das „ganze Herz“ und der Tankwart
Er ist nicht nur ein Sänger, der Heinz Rudolf Kunze, nicht nur ein Musiker, ein Liederschreiber. Er ist ein Erzähler, Rollenspieler, ein Anekdotenplauderer, ein Der-Zeit-auf-den-Zahn-Fühler und Das-Zwischenmenschliche-Ausloter. Das geht zuweilen etwas unter, wenn Heinz Rudolf Kunze mit seiner Band gewohnheitsmäßig in die Nacht rockt. An „Wie der Name schon sagt – Solo live“ ist er nun ganz allein schuld, im Corona-Sommer wurden im Schweriner Schloss 35 Songs und Wortbeiträge aufgezeichnet, die Kunze ganz bei sich zeigen.

Und dass er hier mit „Idiot Number One“, einem von der amerikanischen Nationalhymne eingeleiteten Abgesang auf „das Monster“ und den „Feind der Menschheit“ Trump zu spät kommt, ist noch keinesfalls erwiesen. weiterlesen https://www.rnd.de/kultur/pop-2020-neue ... QUQSQ.html

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Re: NEUE CD "Wie der Name schon sagt – Solo live"

Beitrag von Kalle » 29 Nov 2020, 19:01

QUELLE PRESSE

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Eigentlich war Heinz Rudolf Kunze in diesem Jahr schon einmal unser Interview-Gast. Damals war sein aktuelles Album "Der Wahrheit die Ehre" gerade erschienen und Thema des Gesprächs. Und weil der Musiker alles andere als untätig und faul ist, kam er in dieser Woche erneut auf einen Plausch vorbei.001 20201128 1402693855 Anlass ist das neue Live-Album "Wie der Name schon verrät: Solo live", das in diesem Monat auf zwei CDs beim Label Meadow Lake Music veröffentlicht wurde (Rezension siehe HIER). Zwischen den beiden "Lockdowns" fanden sich noch ein paar Termine, das neue Album live zu spielen. Ohne Band und nur mit dem sich selbst an Klavier und Gitarre begleitenden Kunze. Unsere Kollegin Antje hatte dazu ein paar Fragen, aber auch zu Kunzes Sicht der Dinge auf die aktuellen Verhältnisse in der deutschen Musikszene. Hier das Ergebnis ...
weiterlesen http://www.deutsche-mugge.de/index.php/ ... OhF8_vyZEc

DasUltimatum
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Re: NEUE CD "Wie der Name schon sagt – Solo live"

Beitrag von DasUltimatum » 04 Dez 2020, 12:46

Ich mag Mein Profil. Ansonsten reißen mich Songauswahl, Texte und Interpretationen diesmal ehrlich gesagt nicht vom Hocker.

MartinB
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Re: NEUE CD "Wie der Name schon sagt – Solo live"

Beitrag von MartinB » 15 Dez 2020, 01:53

Nach ein paarmal anhören erlebe ich "Wie der Name schon sagt" immer noch zwielichtig.

Klar, schön dass es dieses Album überhaupt gibt. Liveaufnahmen deutscher Künstler sind ja rar gesät dieses Jahr. Umso erfreulicher, dass ausgerechnet Heinz ein musikalisches Zeugnis nationalen Ausmasses vorlegt, und coronakompatibel noch dazu. Positiv ausgedrückt ist die ganze Laufzeit über eine gewisse authentische Beklemmung zu spüren, an die man sich erinnern wird, wenn (oder falls) die Verseuchung eines Tages Geschichte sein wird. Dies abzubilden ist Heinz ...öööhm... gelungen. Es klingt ein bisschen muffelig, auch die paar wahrnehmbaren Publikumsreaktionen, als hätte alles unter MundNasenVerschleierung stattgefunden. Auch der vorgeschriebene Mindestabstand von 1,5 Dezibel scheint vorbildlichst eingehalten worden zu sein. Verglichen mit anderen Dokumenten des heinzschen Soloschaffens, wie z.B. die "Einstimmig"-CD-Beilage zu Deutschland oder diverse Radiomitschnitte, klingt das Konzert nett ausgedrückt vorsichtig, dezent, zurückhaltend... Manchmal ist weniger aber auch tatsächlich weniger...

Leider trifft das auch auf den Inhalt zu. Die Songauswahl ist mir viel zu glatt und freundlich. Da ist nicht ein einziges der "bösen" Stücke bei. Folgen Sie mir weiter oder das Ultimatum wäre m.E. auch zur Corona-Untermalung geeignet, um beim Vergleich zu "Einstimmig Live" zu bleiben. Abschied muss man üben irgendwie auch... Naja, sowas in der Art fehlt mir auf dem Album. Das ist schade.

Noch schader finde ich aber das gehäufte Auftreten von politisch überkorrekten Songs, die zwar ihre offizielle Daseinsberechtigung haben, mir aber trotzdem eher auf den Ihr-wisst-schon-was gehen. Mit welchem Recht z.B. ist so vorauseilend steinmeierisch dass mir schwindlig wird. Die ganz normalen Menschen, Die Zeit ist reif, Die Dunkelheit... und dann noch das unwiderstehlich genial-grottige Zusammen... mir ist das zuviel des Guten.

Die unvermeidlichen Klassiker gibts auch zum elfundneunzigsten mal dargeboten. Naja, was solls, gehört halt dazu, macht nix. Den Leuten gefällts. Mir eigentlich auch. Besonders Leg nicht auf...

Aber es gibt auch "Mehrwert" für den Kunzehungrigen. Schön viele neue Sprechtexte, die sich geschmeidig in die Chronologie der Welt nach Kunze einfügen (sämtliche Texte 1981-2020 in der richtigen Reihenfolge ergeben ein tolles Hörbuch!). Mit Idiot Nummer Eins gibts was richtig heftiges auf die Ohren. Da blitzt der gute böse alte Heinz doch nochmal auf und gebärdet sich als grimmiger Tastenficker, auch als wäre Jimi Hendrix Pianist gewesen. Klasse! Und ausgerechnet das dienstälteste Stück hat mich am Ende am meisten überrascht. Die finale Bestandsaufnahme ist so grandios verfeinert, dass aller Ungemach vergessen ist. Der ganz junge Heinz berührt mich in seiner aktuellsten Verkörperung nach fast 40 Jahren mit dem selben Stück Musik aufs neue, nicht etwa "nur" immer noch.

Alles ist gut. Zwielicht hin oder her...
Tod der Musikindustrie!

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Re: NEUE CD "Wie der Name schon sagt – Solo live"

Beitrag von ulfmilanese » 26 Dez 2020, 20:09

Der WDR sendet morgen im Programm WDR5 einen Konzert-Mitschnitt (Aufnahme vom 22. August 2020 aus dem Cabriobad in Senden). Mehr unter: https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendunge ... m-100.html

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