9* Einer für alle (1988)
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- Draufgeher
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9* Einer für alle (1988)
Dieses Album hab ich mir im Sog von "Gute Unterhaltung" gleich als nächstes zugelegt. Und obwohl "Amok" ohne Ende rockt und "Fetter Pappa", "Bring mich zur Welt zurück" und natürlich "Meine eigenen Wege" sofort ins Ohr gehen, empfand ich es damals doch relativ unrund. Mittlerweile finde ich es jedoch sehr flüssig und harmonisch und es ist der perfekte Vorbereiter auf "Gute Unterhaltung". Ebenso locker produziert und kurzweilig gefallen alle Songs von Anfang bis Ende sehr gut. Der absolute Höhepunkt ist dann natürlich das abschließende "Schutt und Asche". Für mich einer der besten HRK-Songs überhaupt, der sofort nach mehr verlangt. Heute kann ich gleich die "Gute Unterhaltung" hinterher schieben, aber ich kann mir gar nicht vorstellen, wie man damals die lange Wartezeit überbrückt haben wollte…
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- Stirnenfuss
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"Schutt und Asche" ist wirklich ein Juwel und "Meine eigenen Wege" über jeden Zweifel erhaben. (Für nicht wenige von uns ist der Song wohl der Höhepunkt eines jeden Konzerts.)
Trotzdem kann ich das Album nur mit Zwei bewerten, da mir einfach zu viele Songs nur halbwegs gefallen. So hatte und habe ich z.B. Probleme mit "Fetter Papa", "Reise um die Welt" und "Bring mich zur Welt zurück" - wohlgemerkt rein musikalisch, nicht mit den grandiosen Texten. Damals wie heute sind die genannten Songs mir iregndwie zu glatt. - Alles natürlich gemessen an den ausufernden Gefallensansprüchen eines HRK-Jüngers.
MfG
thommes
Trotzdem kann ich das Album nur mit Zwei bewerten, da mir einfach zu viele Songs nur halbwegs gefallen. So hatte und habe ich z.B. Probleme mit "Fetter Papa", "Reise um die Welt" und "Bring mich zur Welt zurück" - wohlgemerkt rein musikalisch, nicht mit den grandiosen Texten. Damals wie heute sind die genannten Songs mir iregndwie zu glatt. - Alles natürlich gemessen an den ausufernden Gefallensansprüchen eines HRK-Jüngers.
MfG
thommes
"Doch nicht alles, außer man ist jung, ist gleich Majestätsbeleidigung"
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- Stirnenfuss
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Man versteht schon warum dieses Album nicht so erfolgreich war wie "Herz" oder "Wunderkinder" es musste einfach schlechter werden. Doch mit Songs wie "Wehr dich" und "Schutt und Asche" hat auch dieses Album wieder zwei meiner absoluten Favoriten. Ich muss ja sagen eigentlich habe ich von Heinz fast nur Favoriten 

Einer für Alle
Also, wenn man bedenkt zu welcher Zeit das Album herauskam, kann man nur sagen Zeitgemäß. Die Texte sprechen sowieso für sich(wie immer) und die Musik war für diese Zeit halt poppig und trendie wie man damals so sagte. Ich finde es ist ein sehr hörenswertes Album, bis heute.
Grüße aus HH
Svennie
Grüße aus HH
Svennie
Wohl ist vom höchsten Orte gesehen die Welt wunderbar - aber es bleibt doch wahr, dass jene, die diese Welt nicht verbessern wollen, sie nicht verdienen. (Ludwig Hohl)
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- Draufgeher
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Signatur
Witzigerweise ist deine Signatur im Booklet dieser CD zu finden, Svennie.


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- Neuling
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Von mir gibt's eine 3.
Stören tut mich u.a. der verwaschene Sound. Auf "Gute Unterhaltung" hört sich die Musik schon viel klarer an.
Weitere Argumente hier:
"Da hatte sich HRK zum erfolgreichen Popstar gemausert, zwei überaus erfolgreiche Studioalben mit diversen Hit-Singles vorgelegt und Konzerte in großen Hallen und Stadien gegeben. War ihm das zu Kopf gestiegen?
Schon das Cover ist be"zeichnend". HRK als Comic-Figur in der Pose eines erfolgreichen Wirtschaftsmanagers. Die Kurve im Hintergrund soll wohl seine persönliche Erfolgskurve nachzeichnen.
Die musikalische Ausbeute des Albums ist so gemischt wie bei keinem anderen Werk. Leider sind mindestens zwei peinliche, um nicht zu sagen mißlungene, Stücke drauf ("Fetter Pappa", "Bring mich zur Welt zurück"). Daneben ein Bodensatz an Werken, die den Zuhörer seltsam unberührt lassen ("Reise um die Welt", "Jetzt erst recht", "Die offene See").
Die Musik hört sich auch irgendwie verwaschen an. Die Stilmittel sind auf solide Popmusik begrenzt. Intrumentalteile und Soli sind oftmals recht gewollt eingezwängt. Es fehlt die Lockerheit und Frische. Und die Musiker trauen sich nicht, es mal so richtig krachen zu lassen.
Warum nach all der Kritik dennoch 4 Punkte?
Weil da noch einige Lieder übrig sind. Und die haben es in sich.
Da ist der Opener "Einer für alle". Ein hervorragender Kunze-Text, der oft gehörte Floskeln seziert, neu kombiniert - das menschenverachtende Ergebnis lässt einen das Blut in den Adern gefrieren. Die Streicherklänge unterstützen die Atmosphäre sehr gut.
"Meine eigenen Wege" ist der wohl bekannsteste Song - ein programmatisches Lied, das auch heute auf keinem Kunze-Konzert fehlen darf.
Das Album endet in "Schutt und Asche". Und das ist ein echtes Kunstwerk über den allgemeinen Irrsinn in und um uns. Ergreifend!
Fazit: HRK versuchte "Einer für alle" zu sein. Das konnte nicht gutgehen. Denn allen Menschen kann man es nun einmal nicht recht machen."
Ich danke Heinz für die herrlich absurden Erlebnisse, wenn auf den Konzerten Hundertschaften von Fans im Chor gröhlen "Ich geh meine eigenen Wege"...
Gruß
Ralf
Stören tut mich u.a. der verwaschene Sound. Auf "Gute Unterhaltung" hört sich die Musik schon viel klarer an.
Weitere Argumente hier:
"Da hatte sich HRK zum erfolgreichen Popstar gemausert, zwei überaus erfolgreiche Studioalben mit diversen Hit-Singles vorgelegt und Konzerte in großen Hallen und Stadien gegeben. War ihm das zu Kopf gestiegen?
Schon das Cover ist be"zeichnend". HRK als Comic-Figur in der Pose eines erfolgreichen Wirtschaftsmanagers. Die Kurve im Hintergrund soll wohl seine persönliche Erfolgskurve nachzeichnen.
Die musikalische Ausbeute des Albums ist so gemischt wie bei keinem anderen Werk. Leider sind mindestens zwei peinliche, um nicht zu sagen mißlungene, Stücke drauf ("Fetter Pappa", "Bring mich zur Welt zurück"). Daneben ein Bodensatz an Werken, die den Zuhörer seltsam unberührt lassen ("Reise um die Welt", "Jetzt erst recht", "Die offene See").
Die Musik hört sich auch irgendwie verwaschen an. Die Stilmittel sind auf solide Popmusik begrenzt. Intrumentalteile und Soli sind oftmals recht gewollt eingezwängt. Es fehlt die Lockerheit und Frische. Und die Musiker trauen sich nicht, es mal so richtig krachen zu lassen.
Warum nach all der Kritik dennoch 4 Punkte?
Weil da noch einige Lieder übrig sind. Und die haben es in sich.
Da ist der Opener "Einer für alle". Ein hervorragender Kunze-Text, der oft gehörte Floskeln seziert, neu kombiniert - das menschenverachtende Ergebnis lässt einen das Blut in den Adern gefrieren. Die Streicherklänge unterstützen die Atmosphäre sehr gut.
"Meine eigenen Wege" ist der wohl bekannsteste Song - ein programmatisches Lied, das auch heute auf keinem Kunze-Konzert fehlen darf.
Das Album endet in "Schutt und Asche". Und das ist ein echtes Kunstwerk über den allgemeinen Irrsinn in und um uns. Ergreifend!
Fazit: HRK versuchte "Einer für alle" zu sein. Das konnte nicht gutgehen. Denn allen Menschen kann man es nun einmal nicht recht machen."
Ich danke Heinz für die herrlich absurden Erlebnisse, wenn auf den Konzerten Hundertschaften von Fans im Chor gröhlen "Ich geh meine eigenen Wege"...

Gruß
Ralf
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Als das Album neu war und ich es heisshungrig erstanden hatte, war ich erstmal enttäuscht - kam mir so anbiedernd allerweltig vor und auch zu durchgestylt, als sollte auf Nummer Sicher Wohlklang produziert werden auf Kosten der liebgewordenen Ecken und Kanten älterer Kunze-Werke. Ok, Schutt und Asche kam mir schon grandios vor, und das Cover, aber sonst dachte ich, alles klar, der ohriginelle Kunze will jetzt "Einer für alle" sein - wie schade...
Das Aha-Erlebnis kam mir fast ein Jahrzehnt später, als ich das Stück Einerfüralle mal eher unabsichtlich, weil zufällig hörte. So hab ich die Platte am selben Abend (prima erhalten, weil so gut wie nie gespielt, damals noch Vinyl) rausgekramt und mit wachsender Begeisterung angehört. Reise um die Welt, zuvor geschmäht und verachtet, groovte plötzlich wie Sau zwischen den Ohren, Jetzt erst recht entfaltete sich in seiner ganzen Pracht, sogar der Fette Pappa fiel nicht mehr so arg aus dem Rahmen wie mir anfänglich schien. Ich hab mir das Album dann auf Cassette aufgenommen und mittels Walkman wochenlang zur Arbeit und zurück geschleppt. So kam ein gewisser Gewöhnungseffekt zustande, und auch heutzutage liebe ich diese Platte noch immer.
Eine der Platten, die (zumindest in meinem Musik-Universum) länger im Keller reifen mussten, ehe sie mir schmeckte.
Immerhin: die Genialität von Schutt und Asche ist mir sofort aufgefallen. Ist nur schade, dass das tolle Cover im CD-Format an Wirkung verliert - sowas muss nach Pappe riechen, finde ich!
Das Aha-Erlebnis kam mir fast ein Jahrzehnt später, als ich das Stück Einerfüralle mal eher unabsichtlich, weil zufällig hörte. So hab ich die Platte am selben Abend (prima erhalten, weil so gut wie nie gespielt, damals noch Vinyl) rausgekramt und mit wachsender Begeisterung angehört. Reise um die Welt, zuvor geschmäht und verachtet, groovte plötzlich wie Sau zwischen den Ohren, Jetzt erst recht entfaltete sich in seiner ganzen Pracht, sogar der Fette Pappa fiel nicht mehr so arg aus dem Rahmen wie mir anfänglich schien. Ich hab mir das Album dann auf Cassette aufgenommen und mittels Walkman wochenlang zur Arbeit und zurück geschleppt. So kam ein gewisser Gewöhnungseffekt zustande, und auch heutzutage liebe ich diese Platte noch immer.
Eine der Platten, die (zumindest in meinem Musik-Universum) länger im Keller reifen mussten, ehe sie mir schmeckte.
Immerhin: die Genialität von Schutt und Asche ist mir sofort aufgefallen. Ist nur schade, dass das tolle Cover im CD-Format an Wirkung verliert - sowas muss nach Pappe riechen, finde ich!
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- Draufgeher
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Einer für Alle - Berlin, Seelenbinderhalle
Hallo Freunde.
ich kann diese Platte nur mit 1 bewerten - mein erstes Live-Erlebnis mit Heinz! Ich hätte mir damals nie träumen lassen Heinz persönlich kennen und lieben zu lernen!!! Widmung auf meiner LP: Keep on running HRK!!!
ich kann diese Platte nur mit 1 bewerten - mein erstes Live-Erlebnis mit Heinz! Ich hätte mir damals nie träumen lassen Heinz persönlich kennen und lieben zu lernen!!! Widmung auf meiner LP: Keep on running HRK!!!

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